Die gute Wurst?

Zutaten-Liste von diversen Wurstwaren oder Chemie-Cocktail?

Zutaten-Liste von diversen Wurstwaren oder Chemie-Cocktail?

Ich stelle hier mal auszugsweise die Zutaten-Liste meiner “Lieblingsmetzgerei” rein, die dort seit ein paar Wochen aushängt. “Lieblingsmetzgerei”, weil die manchmal ihren Hähnchengrill raus stellen, damit die ganze Fußgängerpassage danach stinkt. Leider ist das Bild etwas verwackelt, denn ich wollte schnell wieder raus aus dem Laden. Den Geruch von Blut, Verwesung und Tod mag ich nicht so richtig. Außerdem stürzen sich die beleibten Frauen hinter der Theke gerne auf Kinder, um diese mit “leckerer Fleischwurst” anzufixen….

Die Inhaltsstoffe von so einer Wurst haben es in sich: Zucker, Konservierungsstoff: E250, Stabilisator: E471, Antoioxidationsmittel: E300 und Geschmacksverstärker: E261 um einige zu nennen.  Ein wahrer Chemie-Cocktail. Trotzdem ist der Laden jeden Tag brechend voll und hinter der Theke flimmert – ganz modern – der 42″ LCD TV mit Informationen zur Wurstproduktion (latürnich ohne das Töten) und vor der Theke stehen die sabbernden Zombies.

Als nächstes habe ich ein paar Fotos von McDonald’s Kunden, die in einer Baustelle Burger konsumieren. Dazu ein paar Zeilen von dem Text “Macht Fast-Food süchtig”? Einfach köstlich.

4 comments on this post.
  1. Mausflaus:

    Wurst isst man ja auch nicht weil sie gesund ist, sondern weil sie schmeckt (und eigentlich alles wo Zucker und GEschmacksverstärker drin ist, schmeckt) und weil man zeigen will, dass man ein “echter Kerl” ist.

    lustig finde ich ja, dass in der Jagdwurst Schweinefleisch ist- dem Namen nach hätte ich da Wild vermutet.

  2. McJochen:

    Zutatenliste Reiter-Wurstwaren aus Augsburg. Der Traditionsmetzger seit 1913.

    http://www.reiteronline.de/index.php?id=57

    Allgäuer Bauernschinken gegart: Schweinefleisch, Speisesalz, Glucosesirup, Geschmacksverstärker: Mononatriumglutamat, Antioxidationsmittel: Natriumascorbat, Würze, Aroma, Stabilisator: Natriumdiphosphat, Konservierungsstoff Natriumnitrit, Buchenholzrauch.

  3. Anna:

    Den Geruch von Blut, Verwesung und Tod…rieche ich bei keinem Metzger! :-) Lediglich den köstlichen Geruch von geräuchertem Schinken oder gebratenen Frikadellen…

  4. VegNet:

    Genau das ist ja euer Problem: ihr riecht das nicht, weil ihr es ja killoweise in euch reinschaufelt.

    Wenn man eine zeitlang solche Sachen nicht mehr gegessen bzw. gerochen hat und dann an einer Fleischtheke vorbeigeht oder einen Kühlschrank eines Fleischis öffnet, dann riecht es einfach widerlich. Es stinkt. Aber ist ja auch klar: das Fleisch ist von einem Tier, dass vor ein paar Tagen (oder mehr – Gammelfleisch schon vergessen?) getötet wurde. Der Zersetzungsprozess hat dann schon begonnen.

    Aber wer meint dass Schinken köstlich riecht, der wird das sicherlich nicht verstehen.

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