Die (globalen) Folgen des Fleischkonsums

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BSE wird mittlerweile verharmlost und englische Rinder wieder importiert, Rundwürmer werden in Fischen gefunden (d.h.: Fische sind von Würmern befallen), Hormonskandal bei der Kälbermast, Nikotineinsatz in der Hühnerhaltung (dem “Hühnerbaron” Anton Pohlmann in Deutschland wird der Einsatz des giftigen Desinfektionsmittels Virkon-S im Futtermittel und die Desinfektion der Ställe mit Nikotinsulfat nachgewiesen. Er wird zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung und einer Geldstrafe von ca. 1 Millionen Euro verurteilt), Dioxinskandal in Belgien (das hochgiftige Dioxin ist über mit Altöl verseuchtes Tierfutter in die Nahrungskette gelangt). Alles Meldungen aus den 90ern. Nebenbei noch etwas Schweinepest, Maul- und Klauenseuche und nun stehen die Vogelgrippe und Schweinegrippe mit früher oder später einer weltweiten Pandemie an. Alles Folgen der Massentierhaltung, damit der gemeine Verbraucher billiges Fleisch auf den Teller bekommt.

Wie ein Schlaglicht erleuchten in schöner Regelmäßigkeit die Bilder vom Keulen und Vernichten von hunderttausenden Tieren die Zustände in unserer heimatlichen Fleischproduktion, und kein Fleischesser (Neudeutsch: Konsument) kann übersehen, was er da eigentlich (fr)ißt. Doch als hätte nur eine kleine Störung den normalen Betrieb beeinträchtigt, stehen die Konsumenten weiterhin Schlange an den Billigangeboten der Fleischtheke und beschweren sich über die hohen Preise für die Koteletts. Die Massentierhaltung geht uneingeschränkt weiter, im Auftrag der Verbraucher…

Wie weit muss unsere Gesellschaft den kiloschweren Fleischkonsum und die industrielle Fleischfertigung als notwendigen Teil ihrer Existenz verinnerlicht haben! Wie es dazu kommen konnte, versucht Jeremy Rifkin in seinem Buch “Das Imperium der Rinder” darzustellen.

Im folgenden wird versucht, seine provokanten Thesen kurz zusammenfassen. Es lohnt sich außerordentlich, sich damit auseinander zusetzen!

Von der Mast zur Schlachtung

“1,28 Milliarden Rinder bevölkern heute die Erde… Sie grasen auf fast 24 Prozent der gesamten Landmasse des Planeten…”(S.13) Bei der Mast in den USA werden die Tiere “mit Estradiol, Testoteron und Progesteron behandelt… Die Hormone regen die Zellen an, mehr Protein herzustellen und schneller Muskel- und Fettgewebe aufzubauen…. In dem für den menschlichen Verzehr bestimmten Fleisch finden sich häufig Rückstände … (von Antibiotika), die bewirken, daß die Bevölkerung immer anfälliger wird für aggressivere bakterielle Krankheitserreger.

Kastriert und von Drogen benommen, stehen die Rinder stundenlang vor den Futtertrögen und fressen …. Das Futter ist mit Pflanzenschutzmitteln durchsetzt. In den USA werden heuten 80 Prozent aller Pestizide für die Behandlung von Mais- und Sojapflanzen eingesetzt, die hauptsächlich als Futter für Rinder und anderes Nutzvieh dienen… Die Giftstoffe lagern sich im Organismus der Tiere ab … Rindfleisch ist (nach Tomaten) das Nahrungsmittel mit dem höchsten Herbizidanteil und steht, was die Verseuchung mit Insektiziden betrifft, an dritter Stelle. Rindfleisch ist für elf Prozent des Krebsrisikos verantwortlich, das den Verbrauchern heute durch Pestizide in allen auf dem Markt angebotenen Nahrungsmitteln droht…”(S.22f.)

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